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Stadtwacht

Stadtwacht im Rahmen der Ordnungspartnerschaft

Die soziale Kontrolle bzw. Selbstkontrolle der Gesellschaft ist allgemein geringer geworden. Ein subjektives Unsicherheitsgefühl hat sich breitgemacht. Ursachen hierfür sind die zunehmende Verstädterung und der Verlust traditioneller Autoritätsstrukturen innerhalb der Familie, in Schule, am Arbeitsplatz usw.

Dadurch ist es zu menschlichen Verhaltensweisen und zu Zuständen gekommen, die in sozialer Hinsicht als störend empfunden werden und häufig Attraktivitätsverluste von Innenstädten, Finanzierungsaufwand für Instandsetzungen usw. nach sich ziehen. Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde in Lippstadt eine Stadtwacht eingerichtet.

Der Innenminister NW hat nach niederländischem Modell Ordnungspartnerschaften initiiert, in die die Stadtwacht eingebunden ist. Die Stadt Lippstadt hat diesen Gedanken bereits im Januar 1998 aufgegriffen und gemeinsam mit der Polizeiinspektion Lippstadt eine Ordnungspartnerschaft für mehr Sicherheit und Ordnung gegründet. Das Konzept ist vom Rat der Stadt am 25. Mai 1998 beschlossen worden.

Was macht die Stadtwacht?

  • Präventive Funktion:
    • Auffällige Anwesenheit und mahnendes Auftreten
  • Korrigierende Funktion:
    • Ansprechen auf unsoziales Verhalten
  • Signalfunktion:
    • Augen und Ohren für andere kommunale Dienste und Einrichtungen
  • Servicefunktion:
    • Ansprechpartner für Bürger und Besucher


Die Stadtwächter patroullieren auffällig in einheitlicher Dienstkleidung im Stadtgebiet. Allein durch ihre Anwesenheit halten sie andere von unsozialem Verhalten ab, da zu erwarten ist, dass Bürger und Besucher schon dadurch indirekt auf ihr Verhalten und ihre Verantwortung aufmerksam gemacht werden.

Stadtwachtmitarbeiter wirken präventiv, also vorbeugend, indem sie Bürger/Besucher direkt ansprechen, um beispielsweise auf eine Geldbörse hinzuweisen, die offen oder für jedermann sichtbar in einer Tasche liegt.

Sie können korrigierend eingreifen, indem sie auf Fehlverhalten aufmerksam machen z.B.:

  • Ansprechen von Radfahrern in der Fußgängerzone,
  • Hinweis auf weggeworfene Abfälle
  • Eingreifen bei rücksichtslosen Inlineskatern usw.


Für kommunale Dienste und Einrichtungen der verschiedensten Bereiche und auch für die Polizei erfüllt die Stadtwacht eine Augen-/Ohrenfunktion, beispielsweise werden:

  • Gefahrensituationen
  • starke Verunreinigungen
  • Müllkonzentration
  • defektes Straßenmobiliar

den jeweils zuständigen Instanzen gemeldet.
Dies geschieht entweder über einen Tagesbericht oder in dringenden Fällen per Telefon. Nicht zuletzt sind die Mitarbeiter Ansprechpartner und Informationsquelle für Bürger/Besucher und stehen auch für kleine Hilfeleistungen zur Verfügung.

Die Stadtwacht bezweckt mit ihrem Auftreten eine günstige Beeinflussung des objektiven und subjektiven Sicherheitsempfindens der Bürger/Besucher und der Sauberkeit des öffentlichen Lebensraumes.Sie haben die Befugnisse der Bediensteten der Ordnungsbehörde, können also z. B. auch (gebührenpflichtige) Verwarnungen erteilen oder Platzverweise ausprechen. An erster Stelle steht aber der Apell an die Einsicht der Bürger bei nichtordnungsgemäßen Verhalten! Die Mitarbeiter sind mit Kommunikationsmitteln wie Mobiltelefon oder Funk ausgerüstet, mit denen der direkte Kontakt zur Polizei und/oder zum Ordnungsamt hergestellt werden kann. Die Beschäftigten der Stadtwacht sind bei der Polizei und bei der Stadtverwaltung für ihre Tätigkeit ausgebildet worden.