Zahlungsaufschub

Eine Stundung ist das Hinausschieben der Fälligkeit einer Forderung. Entweder wird die Zahlungsfrist verlängert, oder die fällige Forderung wird in Raten aufgeteilt. Der Zahlungszeitraum sollte überschaubar bleiben und muss für den Einzelfall individuell festgelegt werden.

Die Stundung aus persönlichen oder wirtschaftlichen Gründen wird ausgesprochen, wenn die sofortige Einziehung der fälligen Forderung eine erhebliche Härte für den Schuldner bedeuten würde.

Die Stundung wird nur auf schriftlichen Antrag gewährt. Dabei ist ausführlich zu begründen, warum die Forderung nicht fristgerecht oder in einer Summe gezahlt werden kann, ggf. sind Nachweise zu erbringen (Einkommens- und Vermögensverhältnisse). Weiterhin sollte der Antrag das Kassenzeichen des Ursprungsbescheides und den von Ihnen gewünschten neuen Zahlungstermin bzw. die beabsichtigte Ratenhöhe, sowie den gewünschten Beginn der Ratenzahlung enthalten.

Die Gewährung der Stundung (insbesondere eines höheren Betrags) kann von einer Sicherheitsleistung abhängig gemacht werden.

Bei einer Stundung werden Zinsen i.H.v. 0,5% pro Monat erhoben.

Stundungsanträge für alle Verwaltungsbereiche (mit Ausnahme von Verwarn- und Bußgeldern sowie Unterhaltsforderungen) werden von der zum 01. Mai 2011 eingerichteten Zentralen Stundungsstelle, Zimmer 1.07, Ostwall 1 bearbeitet.

Downloads zu dieser Seite:
Hinweise zum Antrag auf Stundung      [pdf, 21,06 Kilobyte]