Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming (GM) bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt.

Gender (engl.)
bezeichnet die gesellschaftlich, sozial und kulturell geprägten Geschlechterrollen von Frauen und Männern.

Mainstream (engl. für Hauptstrom)
bedeutet, dass eine bestimmte inhaltliche Vorgabe, die bisher nicht das Handeln bestimmt hat, nun zum zentralen Bestandteil bei allen Entscheidungen und Prozessen gemacht wird.

 

Der Unfall
Vater und Sohn befinden sich auf einer gemeinsamen Autofahrt. Auf einem beschrankten Bahnübergang wird das Auto von einer Lokomotive erfasst.
Der Vater ist sofort tot, der Sohn wird schwer verletzt aus den Trümmern geborgen und in ein Krankenhaus gebracht.
Dort wird eine Notoperation vorbereitet. Plötzlich beugt sich jemand aus dem Ärzteteam über den Jungen, wird kreidebleich und sagt: "Ich kann das Kind nicht operieren. Dies ist mein Sohn!"

Was ist passiert?

 


GM ist eine Politikmethode und Herangehensweise, bei der bei allen Problemanalysen, bei allen politischen Entscheidungen und konzeptionellen Überlegungen, bei allen praktisch gestellten Aufgaben die Geschlechterfrage jeweils mitgestellt wird.

Bei allen Planungs-, Entscheidungs- und Umsetzungsprozessen soll die spezifische Situation von Frauen und Männern ausdrücklich mit beachtet werden, so dass sie so gestaltet werden können, dass sie die Chancengleichheit fördern.

Lösung:
Der Arzt ist eine Ärztin und zwar die Mutter des Jungen