Vereinbarkeit von Beruf und Pflege von Angehörigen

Um Fachkräfte zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden rückt familienbewusste Personalpolitik aus betrieblicher Sicht immer mehr in den Fokus. Neben Regelungen zur Kinderbetreuung ist die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf aktuelles Thema.
Rund 2 Mill. Menschen sind in Deutschland pflegebedürftig, davon werden 68 Prozent in häuslicher Pflege betreut. Etwa 3 Mill. Menschen sind zudem auf unterstützende Hilfen angewiesen, die ebenso wie der Großteil der häuslichen Pflege von Familienmitgliedern übernommen wird. Vorwiegend Frauen aber auch immer mehr Männer übernehmen Pflegeverantwortung; 23 % der Hauptpflegepersonen sind heute schon gleichzeitig berufstätig.

Die demografische Entwicklung führt dazu, dass der Anteil pflegebedürftiger älterer Menschen wächst. Damit steigt auch die Zahl der ArbeitnehmerInnen, die zukünftig ihre berufliche Tätigkeit mit der Pflege eines Angehörigen vereinbaren müssen. Unternehmen stellen sich ihrer Verantwortung, sie fragen nach Informationen, Unterstützungshilfen und Kooperationsmöglichkeiten.

Fachtagung "Vereinbarkeit von Beruf und Pflege von Angehörigen" vom 15.02.2012

Mit der Fachtagung "Vereinbarkeit von Beruf und Pflege von Angehörigen", die am 15. Februar 2012 im Schloss Erwitte stattfand, wurden konkrete Informationen, Beispiele guter Praxis aufgezeigt und Kontakte von Institutionen, Einrichtungen und Unternehmen zu Ansprechpersonen im Kreis Soest vermittelt.

In der Zeit von 9.30 bis 13.00 Uhr wurden folgende Themen und Fragen thematisch behandelt:

 

  • "Pflege und Beruf vereinbaren- eine Herausforderung im Demografischen Wandel"
    Referentin: Christa Beermann, Demografiebeauftragte, Koordinatorin Netzwerk W(iedereinstieg) im Ennepe-Ruhr-Kreis
  • "Pflegebedürftig- was nun?"
    Referentin: Anita Polder, Seniorenbüro und trägerunabhängige Pflegeberatung der Stadt Lippstadt
  • "Was können Unternehmen tun?"
    Referentin: Regina Held, Zentrum für Frau in Beruf und Technik
  • "Best-Practise-Beispiele aus dem Kreis Soest"
    Referentin: Kirsten Tischer, wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH  

 

Weiterhin präsentierten sich mit einem Informationsstand die Wohnberatung für ältere und/oder behinderte Menschen der Caritas im Kreis Soest und die Abteilung Soziales/ Sozialplanung des Kreises Soest. Darüber hinaus standen für weitere Gespräche die AnsprechpartnerInnen des Netzwerkes W(iedereinstieg) für den Kreis Soest zur Verfügung.

Diese Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Lippstadt, der Lokalen Bündnisse, der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland und dem Netzwerk W(iedereinstieg) für den Kreis Soest durchgeführt.  

 

Nachstehend erhalten Sie die Präsentationen der Referentinnen sowie weitere wichtige und hilfreiche Informationen zum Thema "Vereinbarkeit von Beruf und Pflege".
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Franken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lippstadt, Kontakt: 02941/ 980-330 oder per E-Mail an: gleichstellung@stadt-lippstadt.de

Links und weitere Informationen zu dieser Seite:
Informationen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis

Folgende Informationen finden Sie hier:

  • Leitfaden zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege für Unternehmen
  • Flyer "Die gesetzlichen Rahmenbedingungen"
  • Dokumentation der Fachtagung in Hattingen, 2009
Informationen vom ZFBT (Zentrum für Frau in Beruf und Technik)

Hier erhalten Sie Informationen zum Projekt "Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege" des Verbundes für Unternehmen & Familie.

Downloads zu dieser Seite:
Präsentation "Pflege und Beruf vereinbaren- eine Herausforderung im Demografischen Wandel"      [pdf, 1.111,69 Kilobyte]

Referentin: Christa Beermann, Demografiebeauftragte, Koordinatorin Netzwerk W(iedereinstieg) im Ennepe-Ruhr-Kreis

Präsentation "Pflegebedürftig- was nun?"      [pdf, 71,4 Kilobyte]

Referentin: Anita Polder, Seniorenbüro und trägerunabhängige Pflegeberatung der Stadt Lippstadt

Präsentation "Was können Unternehmen tun?"      [pdf, 1.752,9 Kilobyte]

Referentin: Regina Held, Zentrum für Frau in Beruf und Technik (ZFBT)

Präsentation "Best-Practise-Beispiele aus dem Kreis Soest"      [pdf, 1.101,84 Kilobyte]

Referentin: Kirsten Tischer, wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH