Partnerstadt Uden

Menschen bauen Uden

Uden, eine einladende Gemeinde mit etwa 40.000 Einwohnern, liegt im Herzen von Nordost Noord-Brabant, direkt an der A 50. Uden ist eine vielseitige Gemeinde. Städtische Einrichtungen sind mit viel Grün umgeben, sowohl im Kern, als auch in den Außengebieten der Gemeinde. Im attraktiven Einkaufsviertel finden sich etwa dreihundert Läden, von Boutiquen über Inhaber geführte Fachgeschäfte bis hin zu Warenhäusern. Der bunte Branchenmix lockt auch viele Besucher aus der Region nach Uden. Die großzügigen Parkgelegenheiten tragen sicher dazu bei.

Wohnen

Verkehrsgünstig an der A50 gelegen - gleichzeitig mit einem attraktiven Umfeld dank zahlreicher Grünanlagen und auflockernder Wasserkunst - hat sich Uden zu einem beliebten Wohnort entwickelt. Damit das so bleibt, baut Uden weitere Wohnungen und das Winkelzentrum wurde um eine Eckpromenade, Folgeeinrichtungen und Arbeitsplätze erweitert.

 

Natur

Die Waldgebiete Bedaf, Odiliapeel und Maashorst laden dazu ein, die freie Natur zu genießen. Dabei kommen Fahrradfahrer und Wanderer voll auf ihre Kosten.

Die "Bedafse Bergen" sind bis zu 5 Meter hohe Sanddünen. Sie formen ein einmaliges Stückchen Natur. Nördlich von Uden liegt der Naturpark „De Maashorst"; ein schönes und ruhiges Naturgebiet mit viertausend Hektar Wald-, Heide- und Kulturlandschaft, unterbrochen durch Staubdünen, Bachtäler und Moorseen. Wer von der beeindruckenden Natur mehr wissen will als das, was man im Vorbeigehen sieht, sollte auf jeden Fall im Besucherzentrum Slabroek  am Slabroekseweg vorbeischauen. An den Wochenenden ist das Besucherzentrum oft der Startpunkt für eine geführte Naturexkursion. Bei dem "Udense VVV" (Tourist Information) kann man spezielle Fahrrad- und Wanderkarten bekommen. Mit dieser Karte in der Hand finden sie bestimmt den Erholungssee "Hemelrijk", in der Nähe von Volkel. Schwimmer, Surfer und Sonnenanbeter genießen hier Sonne, Wasser und Strand, in einem herrlichen, natürlichen  Ambiente.

Kultur

Von überregionaler Bedeutung ist das Museum für religiöse Kunst. Dieses Museum wurde 1974 eröffnet und hat seinen Sitz in der Birgittinessenabtei „Maria Refugium". (www.abdijuden.nl) Diese Abtei ist das monumentalste Gebäude in der Gemeinde. Das Museum sammelt kirchliche Kunst aus Süd-Niederland, aus der Geschichte und der Neuzeit.

Der weltberühmte Maler Piet Mondriaan lebte und arbeitete früher einige Zeit in der Udense Sint Janstraat. Während dieser Zeit malte er unter anderem die Udener Mühle. Der „Mondrianplein", wo sich die öffentliche Bibliothek und das Zentrum für „Kunstsinnige Vorming Uden" befinden, erinnert an den Künstler. Im „Theater Markant", dem vom Amsterdamer Architekten Herman Hertzberger entworfenen Schauspielhaus und in der angrenzenden Veranstaltungshalle wird jedes Jahr ein abwechslungsreiches und ansprechendes Programm für die ganze Region geboten. Bei der Jugend in der Umgebung und bei den Konzertbesuchern im ganzen Land, ist „de Pul" schon seit Jahrzehnten ein Begriff als Kultur- und Konzertpodium. Das Filmhaus von "De Pul" ist bekannt dafür, sich gerade auch den nicht alltäglichen Filmen zu widmen. Das professionelle kulturelle Angebot wird ergänzt durch eine reiche Palette an ambitionierten Amateurkunstvereinen. In Lippstadt besonders beliebt sind die zahlreichen Blasorchester und Marching-Bands, die bei ihren Auftritten stets für gute Stimmung sorgen.

Sport und Erholung

Ganz in der Nähe des Zentrums befindet sich der vierzig Hektar große Sportpark, der auf dem Gelände des ehemaligen Klostergartens entstand. Der Sportkomplex ist ein Erholungspark, in dem nicht nur Wettkampfsport betrieben wird. Auch sportiv Erholungsuchende finden hier vielfältige Möglichkeiten. So können sie im Sportpark z.B. Fußball, Hockey und Tennis spielen.

Daneben gibt es auch die Einrichtungen für Leichtathletik, Schießen, Tischtennis und Boule. Ergänzt wird der vielseitige Charakter des Sport- und Erholungsparks z. B. um den teilweise erleuchteten Trimm-Dich-Pfad, den Kleintierpark ‚Parkleven' und eine Teichlandschaft. In anderen Teilen von Uden findet man noch weitere Sportparks: Sportpark „Hoeven" (Tennis, Fußball, Hundesport, Handball), Sportpark „Moleneind" (Rugby, Fußball, Base- und Softball, Hundesport), Sportpark „Volkel" (Fußball, Tennis) und Sportpark „Odiliapeel" (Fußball, Pferdesport). Im Zentrum von Uden, an der Pastoor Spieringsstraat  befindet sich das Schwimmbad "Delphino". Außerdem hat Uden verteilt über das gesamte Gemeindegebiet noch einige Pferde- und Hundesportgebiete, eine Skibahn, eine 9-Loch-Golfbahn, eine Langlaufloipe und eine Bogenschießeinrichtung.

Historie von Uden

Uden wurde um 1200 erstmalig erwähnt. Anhand von alten Karten wird deutlich, dass sich Uden aus einer Anzahl von zerstreut liegenden Siedlungen entwickelt hat, die langsam zu einer Einheit wurden. Im 14. Jahrhundert erstreckt sich das Gemeindegebiet über die gesamte frühere ‚Herrlichkeit' Uden, die aus den Dörfern Uden, Volkel, Boekel und Zeeland bestand. 

Vor Ende des 14. Jahrhundert existierte das „Land van Ravenstein", zu dem auch Uden gehörte. Dieses wurde von deutschen Fürsten regiert. Das ‚Land van Ravenstein' lag als Enklave in Brabant. Der größte Teil von Brabant gehörte seit 1629 zur „Republiek der Verenigde Nederlanden". So auch die Nachbargemeinde Veghel; bis ins Jahr 1794 verläuft die Grenze zwischen Brabant und dem „Land van Ravenstein" mitten durch das Dörfchen Mariaheide. 1794 fielen französische Truppen in das Gebiet und die Republik ein. Sechs Jahre später wurde das „Land van Ravenstein" an die Niederlande verkauft. Seit dem Jahr 1815 gehört es dem neu gegründeten „Koninkrijk der Nederlande" an; d. h. erst seit diesem Jahr sind Uden und seine Bevölkerung Teil der niederländischen Geschichte.

In Gegensatz zur "Republiek der Nederlanden" herrschte im Land van Ravenstein Religionsfreiheit. Das hat bis heute Einfluss auf Uden und seine Einwohner. Vor dem Zweiten Weltkrieg ist Uden in der Region und in Brabant immer auf sich selbst gestellt gewesen. Von alters her war Uden durch eine Anzahl von regionalen Wegen mit der Umgebung verbunden. Da dieses keine großen und durchgehenden Routen waren, lag Uden im Grunde von wichtigen regionalen und überregionalen Straßen isoliert. Unabhängig hiervon entwickelte sich das Dorf zu einem regionalen Zentrum für die Dörfer und Städte in der Umgebung. Einige Zeit hatte Uden eine Haltestelle an der sogenannten "Duitse Lijntje"; der Eisenbahn Boxtel-West. In 1950  stellten die NS (Nederlandse Spoorwegen-Niederländische Eisenbahn) den  Personenverkehr auf der Strecke Uden-Veghel ein. 1983 fuhr dort der letzte Güterzug. Seit 1950 wuchs Uden schnell. Die Gemeinde wurde in den 50er-Jahren als Industrie- und Entwicklungskern in Nordost Noord-Brabant ausgewiesen. Industrialisierung bekam eine hohe Priorität, wodurch sich die Struktur und das Ansehen von Uden total veränderten. Das rasante Wachstum von Uden in den Jahren 1950 bis 1970 wird  mitbestimmt durch den Einzug der "Koninklijke Luchtmacht" (Niederländische Luftwaffe) auf den Luftwaffenstützpunkt Volkel und die Ansiedlung von großen Betrieben wie Philips.   Aus allen Teilen des Landes lassen sich Betriebe in Uden nieder. Uden wächst weiter zu einer Wohnstadt mit großem und starkem Einkaufszentrum. Auch die Dienstleistung hat sich weiter entwickelt. Der Bau der A50 bedeutet das Ende der relativ isolierten Lage und bringt neue Impulse für die Entwicklung von Uden. Jetzt ist Uden ein Mittelzentrum im Herzen von Nordost Noord-Brabant zwischen den Städten Eindhoven, S'Hertogenbosch und Nijmegen. Uden hat als Wohn-, Einkaufs - und Versorgungszentrum einen großen Einzugsbereich und nimmt weitgehende regionale Funktionen wahr.

Gastfreunschaft

Mehrere Male fungierte Uden als Zufluchtsort. So kamen nach Einnahme von Den Bosch die Kreuzherren (in 1638) und die Schwestern vom Orden der Birgittinessen (in 1713) nach Uden. In 1877 kamen die ersten Schwestern von der ‚Congregatie der Barmhartige Zusters' des Heiligen Carolus Borromaeus nach Uden. Da sie in Deutschland nicht mehr sicher sind, ziehen sie von Trier nach Uden. Hier widmen sie sich der Krankenpflege und der Versorgung alter Menschen.

Der heutige Name des Gewerbegebietes ‚Vluchtoord' erinnert an die Zeit während des ersten Weltkrieges, in der in den Niederlanden Lager für belgische Flüchtlinge eingerichtet wurden.  Auch in Uden ist so ein Camp entstanden, "Vluchtoord" (Fluchtort) genannt. Es lag auf der Heide auf dem Weg von Uden nach Zeeland. In 1914 kamen die ersten Flüchtlinge aus Belgien an. Während der gesamten Kriegsperiode wurden hier insgesamt 14.000 Flüchtlinge untergebracht. Uden ist von alters her als gastfreundlicher Ort bekannt. Die  Bevölkerungsstruktur ist breit gefächert. Die knapp 41.000 Einwohner Udens (inklusive Volkel 3.465, Odiliapeel 2.055) verteilen sich auf momentan 95 Nationalitäten.

Ortsteil Volkel

Die Landschaft von Volkel wurde durch die vielseitigen Nachbarregionen geprägt: Lagenheuvel, Heikant, Niemeskant, Strepen, Lankes, Schadron und Oosterens. Diese Regionen hatten entscheidenden Einfluss auf die landwirtschaftliche Entwicklung des Ortsteiles, denn Volkel liegt genau im Mittelpunkt. Die  ursprüngliche räumliche Struktur ist im Großen und Ganzen bewahrt geblieben, obwohl an der Westseite in den Jahren 1960 (mit einem eigenen Raummuster) viel neugebaut wurde. Die Geräuschentwicklung durch den Luftwaffenstützpunkt hemmt den Wohnungsbau im Ort, aber seit einigen Jahren herrscht im Neubaugebiet Volkel West rege Bautätigkeit.

„Volkel in de wolken" ist eine jährliche Veranstaltung, die beträchtliche Besuchermassen anzieht - mit Hubschrauberflügen, Fallschirmsprüngen und der Präsentation von altem Kunsthandwerk. Die „Koninklijke Luchtmacht" (Königliche Luftwaffe) unterhält seit 1950 einen Luftwaffenstützpunkt in Volkel.   Rings um den Schakelplein finden sich viele wichtige Einrichtungen des Dorflebens. Die ca. 3.500 Einwohner von Volkel sind mit Hausärzten, Zahnarzt, Physiotherapiepraxis, Apotheke, einer Bezirkszweigstelle eines Pflegedienstes und einer Tierarztpraxis versorgt. Das Vereinsleben in Volkel ist traditionell vielfältig und aktiv - sowohl in sportlicher, sozialer als auch in kultureller Hinsicht.

Ortsteil Odiliapeel

In der Entwicklung von Uden spielt der Torfabbau in „de Peel" eine große Rolle. Die hinter Volkel gelegenen sumpfigen Flächen im Nördlichen Teil von "de Peel" wurden am Anfang des 20. Jahrhunderts kultiviert. Es entstanden Bauernhöfe, gefolgt durch Arbeiterwohnungen. Durch den Moorabbau entstand auf dem Land eine Dorfgemeinschaft "Terraveen". Seit 1931 heißt diese Gemeinschaft  Odiliapeel.

Innerhalb einer „Gabel"-Struktur von geraden Straßen ist ein in erster Linie offener Wohnungsbau entstanden. Aktuell entwickelt sich der Ortsteil in östlicher Richtung (Groesplak).   Auch durch die Initiative der Franziskanerinnen sind in Oldiapeel nach 1945 eine Vorschule sowie örtliche Pflege- und Sozialeinrichtungen entstanden. Ein Meilenstein gelingt der Gemeinschaft mit dem Bau einer eigenen Kirche, der Kirche der „Heiligen Kruisvinding". Später folgen das Gemeindezentrum Terra Victa, das Gebäude des „Wit-gele Kruis" (Pflegeeinrichtung), eine Bibliothek, ein Sportkomplex sowie zahlreiche Geschäfte. Typisch für Odiliapeel ist die waldreiche Umgebung. Die Wälder wurden früher als Windschutz an der Westseite des Rückgewinnungsgebiets angelegt,  um Sandverwehungen zu verhindern. Jährlich wiederkehrender Höhepunkt ist der „Schapendag", ein Festtag rund ums Schaf.

Information

Mitarbeiter der Gemeinde können Ihnen noch mehr Informationen über das Wohnen, das Arbeiten und die Erholungsmöglichkeiten in der Gemeinde Uden geben. Die Mitarbeiter sind telefonisch unter der Telefonnummer; 0031 413 281911 erreichbar.

 

Wappen von Uden

Wappen der Gemeinde Uden
Wappen der Gemeinde Uden

Das Gemeindewappen von Uden ist entstanden aus dem Wappen des Herzogs von Kleve, das seit dem 15. Jahrhundert auch für das Land van Ravenstein benutzt wurde.

Ursprünglich bestand das Wappen aus einem roten Feld mit acht gekreuzten goldenen Zeptern und einem silbernen Herzschildchen darüber. In der Akte von 16 Juli 1817 wird das Wappen durch den Hohen Rat des Adels wie folgt beschrieben: aus Lapislazuli, beladen mit acht sich kreuzenden an beiden Seiten mit Lilienblüten versehenen Stöcken aus Gold. Das Mittenschild aus Lapislazuli ist beladen mit elf stufig angeordneten Goldstreifen.

(Ausschnitt aus „de Gemeentegids" 2015 der Gemeinde Uden, übersetzt durch Martha van de Ligt, Mitglied des Partnerschaftskomitees Lippstadt - Uden.) unentgeltlich zu bekommen. Die Kontakte zwischen Lippstadt und Uden werden koordiniert durch die Lippstadt-Uden Komitees.

Kontaktperson für Uden: Edith de Leng, Tel. 0031-413-850327 oder edith.de.leng@home.nl   Kontaktperson für Lippstadt: Birgit Rubart, Telefon 02941 980351 oder birgit.rubart@stadt-lippstadt.de