Stadtentwicklung

Als Stadtentwicklung wird  die räumliche, historische und sowie strukturelle Gesamtentwicklung einer Stadt bezeichnet. Hierunter kann einerseits die Planung und Entwicklung der gesamten Stadt sowie andererseits die Entwicklung einzelner Stadtquartiere verstanden werden. Im Unterschied zur Stadtplanung, die sich vorrangig auf die bauliche Entwicklung im Raum konzentriert, thematisiert die Stadtentwicklung die Steuerung der Gesamtentwicklung der Stadt. Sie beinhaltet die auch die gesellschaftliche, soziale, wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Entwicklung. Stadtentwicklung erfordert somit eine interdisziplinäre, integrierte und zukunftsgerichtete Herangehensweise.
Der Stadtentwicklungsplan ist ein langfristiges Entwicklungskonzept einer Kommune, das als informelles Steuerungsinstrument Entwicklungsschwerpunkte und Leitlinien für die mittel- bis langfristige informelle Planung einer Stadt formuliert. Neben der formellen Planung, der Bauleitplanung (Flächennutzungs- und Bebauungsplan), die über kommunale Satzungen  allgemeinverbindliches Planungsrecht vorschreibt, ist er wichtiges Instrument der Stadtplanung.

Stadtentwicklungsplanung (StEP), eine fachübergreifende, integrierte kommunale Gesamtplanung

Die Gemeinden entscheiden in eigener Verantwortung über Art und Umfang der Stadtentwicklungsplanung. Stadtentwicklungsplanung (StEP) wird als fachübergreifende, integrierte kommunale Gesamtplanung verstanden. Sie umfasst das gesamte Spektrum der gemeindlichen Daseinsvorsorge.

Die vorrangige Aufgabe der Stadtentwicklungsplanung ist es, auf der Grundlage detaillierter Untersuchungen die städtische Gesamtstruktur zu bewerten, Problembereiche und Tendenzen (Bevölkerungsentwicklung) zu erkennen, darauf aufbauend Ziele zu formulieren und Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dieser Anspruch ist nur dann zu lösen, wenn die Planungsaktivitäten der einzelnen Fachämter koordiniert werden und der Bereich der Stadtentwicklung als interdisziplinäres Handlungsinstrument sowohl für den politischen Raum als auch für die Verwaltung angesehen wird.

Die Stadtentwicklungsplanung ermöglicht es, dass Einzelentscheidungen aus einem geschlossenen Zielsystem abgeleitet werden können. Dadurch wird den am Entscheidungsprozess Beteiligten eine wichtige Beurteilungsgrundlage geliefert, die rationale Entscheidungen ermöglicht und diese - auch gegenüber der kommunalen Öffentlichkeit - transparenter macht. Die Stadtentwicklungsplanung setzt Rahmenziele fest für die Zukunft wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Einrichtungen, für die räumliche Entwicklung sowie die Stadtgestaltung und Landschaftspflege.

Stadtentwicklungsplanung stützt sich auf die Ziele der Raumordnung und Landesplanung und konkretisiert sie inhaltlich und räumlich. Sie muss mit ihr abgestimmt werden (Gegenstromprinzip) und sich in deren Pläne und Programme einfügen. Stadtentwicklungsplanung strebt an :

  • ein Optimum an Entwicklungschancen,
  • möglichst optimale Wohn-, Arbeits-, Bildungs- und Wirtschaftsbedingungen,
  • eine gesunde Umwelt sowie ein intaktes Landschafts- und Ortsbild.

Während sich für die :

  • Raumordnung (Raumordnungsbericht des Bundes) und
  • Landesplanung (Landesentwicklungsprogramm/-plan) und
  • Regionalplanung (Gebietsentwicklungsplan) sowie für die
  • kommunale städtebauliche Planung Flächennutzungsplan und Bebauungsplan)

bestimmte Pläne und Programme durchgesetzt haben, die gesetzlich fixiert sind, ist die Darstellung der Stadtentwicklungsplanungen an keine formelle Form gebunden.

Die Stadtentwicklungsplanung bzw. der Stadtentwicklungsplan mit seinen Fachbeiträgen ist Richtlinie für Behörden und Planer, entfaltet aber keine Rechtswirkung.

Ziele der Stadtentwicklungsplanung können in einem Zwischenschritt in städtebaulichen Rahmenplänen oder direkt durch die im Baugesetzbuch geregelte zweistufige Bauleitplanung konkretisiert werden : durch den Flächennutzungsplan (§ 5 BauGB, vorbereitender Bauleitplan) sowie den Bebauungsplan (§ 8 BauGB, verbindlicher Bauleitplan).

Lärm gehört heute zu den vom Menschen verursachten Umweltbeeinträchtigungen, die zu den größten Belästigungen führen und gesundheitliche Schädigungen hervorrufen können. Mehr .....


 
Lärmaktion © Paulwip/PIXELIO

Die EU-Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG verfolgt das Ziel, ein europaweites Konzept zur Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm festzulegen, um schädliche Auswirkungen und Belästigungen durch Umgebungslärm zu verhindern. Die Richtlinie wurde 2005 durch Einfügung der §§ 47 a - f („Lärmminderungsplanung") in das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) in deutsches Recht umgesetzt.


 
AnsichtDie Gestaltung qualitätsvoller Außenräume wird immer wichtiger. Die Möglichkeit, Natur zu erleben und sich im Freien aufzuhalten auch im urbanen Raum, erfährt als Aspekt der Lebensqualität eine neue Wertschätzung. Im Wettstreit der Städte und Regionen um Einwohner, Arbeitskräfte, Käufer und Touristen entwickelt sich die attraktive Gestaltung von Freiräumen zunehmend zu einem entscheidenden Standortfaktor.
 

Lippstadt gilt als die älteste Gründungsstadt in Westfalen. Von Kriegszerstörungen und den negativen Folgewirkungen des wirtschaftlichen Wachstums weitgehend verschont, ist der mittelalterliche Stadtgrundriss mit seinem leiterartigen Straßennetz und das Stadtbild fast vollständig erhalten.


 
LipperlandkaserneInformationen zur Konversion der Kaserne. Die Machbarkeitsstudie für das etwa 44,2 ha große Gelände war im Auftrag der BIMA - Bundesanstalt für Immobilienaufgaben - und der Stadt Lippstadt in Auftrag gegeben worden, um auf ihrer Grundlage über die Inhalte und Ziele für die weitere Bauleitplanung entscheiden zu können.
 
Foto Stadtrundgang

Die Stadt Lippstadt befasst sich derzeit mit zentralen Fragen der strategischen Stadtentwicklung, die eine wichtige Weichenstellung für die zukünftige Entwicklung darstellen. Das Büro Planersocietät aus Dortmund wurde von der Stadtverwaltung mit unterstützenden Beratungs- und Planungsleistungen beauftragt. Die Aufgabe des Büros besteht in der Bearbeitung von insgesamt vier Modulen, die jeweils aufeinander aufbauen. Durch die Bearbeitung "aus einer Hand" ergeben sich sinnvolle Synergieeffekte.


 

Der Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Lippstadt hat sich in der Vergangenheit mit einer Vielzahl von Anträgen auf Ausweisung von Bauland in den Stadtteilen und der Kernstadt auseinander gesetzt. Angesichts der Menge der Flächen hat er beschlossen, durch die Verwaltung einen Überblick über die zukünftige Entwicklung der Baulandflächen erarbeiten zu lassen, um auf dieser Grundlage über die weiteren Perspektiven der Bauleitplanung für die Stadt zu entscheiden.


 
der Festungsgrundriss

Grundrisse der ehemaligen Festung Lippstadt.
Hier können Sie anhand der Pläne - auch im Vergleich zum Grundriss der 80'er Jahre - die Entwicklung der Festung und der historischen Altstadt nachvollziehen.


 
Rahmenpläne weisen Wege in eine zukünftige Entwicklung. Sie sind vorausschauender, konzeptioneller Natur und haben nach dem Willen des Gesetzgebers keine unmittelbare rechtliche Bindung. Sie werden von der Stadt oder der Gemeinde freiwillig erstellt und dienen als Maßstab für das künftige Handeln
 
DorfansichtZielsetzung ist es, die Lebensbedingungen und Qualitäten im ländlichen Raum zu verbessern. Die Dorferneuerung und der Dorfwettbewerb 'Unser Dorf soll schöner werden' führen zur ganzheitlichen Dorfentwicklung. Eine zielgerichtete Entwicklung setzt eine umfassende planerische Vorbereitung voraus.