Stadterneuerung, Inhalte und Ziele

Planung im Bereich der Kernstadt, insbesondere der historischen Altstadt

Lippstadt gilt als die älteste Gründungsstadt in Westfalen. Von Kriegszerstörungen und den negativen Folgewirkungen des wirtschaftlichen Wachstums weitgehend verschont, ist der mittelalterliche Stadtgrundriss mit seinem leiterartigen Straßennetz und das Stadtbild fast vollständig erhalten. Die Erhaltung und Erneuerung dieses Stadtkerns gehört zu den Schwerpunkten der Stadterneuerung in Lippstadt. Dazu soll der historische Stadtgrundriss und das Stadtbild mit der historischen Bebauung umfassend geschützt, gepflegt und anders als im Rahmen der Flächensanierung Anfang der 70er Jahre behutsam erneuert werden.

Stadterneuerung bedeutet jedoch nicht nur die Sicherung der historischen Stadt und Erhalt ihrer prägenden räumlichen Elemente. Stadterneuerung in der Stadt Lippstadt ist vielmehr auch im Zusammenhang mit der gesamten Stadtentwicklung zu verstehen und verfolgt das Ziel, die Struktur und Gestalt der Stadt auf Anforderungen und Qualitäten zukünftiger Entwicklungen vorzubereiten.

Ziel und Aufgabe der Stadterneuerung in Lippstadt ist es somit, die bestehenden Qualitäten der Stadt zu sichern, nach Mängeln zu fragen und nach Potenzialen zu suchen, um Maßnahmen zur Entwicklung der Stadtgestaltung, zur Förderung des Stadtimages, der Attraktivität und der Wirtschaftskraft der Stadt zu formulieren.

Hierzu bedient sich die Stadterneuerung der 'förmlichen' Planungselemente : des Bebauungsplanes oder anderer Satzungen des Baugesetzbuches. Darüber hinaus werden in der städtebaulichen Praxis konzeptionelle Planungen wie 'Entwicklungspläne', 'Rahmenpläne' oder auch gestalterische Detailkonzepte für zusammenhängende Areale oder auch nur für Teilbereiche entwickelt.

Ein Schwerpunkt der Arbeiten der Stadterneuerung während der letzten Jahre lag in der Umwandlung der ehemaligen "Churchill-Barracks" in den Wohnpark Süd und der Bestimmung von Entwicklungszielen für die zum Teil vernachlässigten Räume der südlichen Innenstadt zwischen der südlichen Umflut, der Bahnhofstraße, Hospitalstraße und Klosterstraße. Hier liegt das größte Potenzial für die zukünftige Entwicklung unter:

  • stadträumlichen und gewerblichen Aspekten (Bau von Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Freizeitangeboten – Stichwort Multiplexkino -)
  • verkehrlichen Aspekten hinsichtlich der Vervollständigung des Tangentenringes um die historische Altstadt – Südtangente – und die Beseitigung des höhengleichen Bahnüberganges Südertor.