Mobilitätskonzept Integriertes Mobilitätskonzept

Integriertes Mobilitätskonzept Altstadt Lippstadt

Ausgangspunkt und Inhalte

Im Dezember 2012 hat der Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Lippstadt beschlossen ein Mobilitätskonzept für die Altstadt von Lippstadt aufzustellen. Zielsetzung war u.a. die Weiterentwicklung der Attraktivität der historischen Altstadt. Das zuvor erarbeitete „Integrierten Handlungskonzept Altstadt Lippstadt" bildete die Grundlage für diese Arbeit.

Ende 2014 hat der Rat der Stadt Lippstadt den Beschluss für das Mobilitätskonzeptes gefasst.
Damit sind nun die verkehrlichen Entwicklungsziele zur Optimierung aller Innenstadtverkehre definiert.
Grundgedanke ist der integrierte, verkehrsmittelübergreifende Ansatz, der den Kfz-Verkehr, Radverkehr, Fußgängerverkehr und die öffentlichen Verkehrsmittel gleichermaßen berücksichtigt. 
Gleichzeitig tragen die Maßnahmen dazu bei, den Aufenthalt in der Innenstadt für alle Lippstädterinnen und Lippstädter noch attraktiver zu gestalten. Auf diese Weise kann die Stadt Lippstadt als Wirtschafts-, Handels- und Wohnstandort gestärkt werden und wirtschaftlich weiter wachsen.
Das Mobilitätskonzept ist das Ergebnis einer breiten Beteiligung und Willensäußerung der Öffentlichkeit.

Jetzt liegen die konkreten Maßnahmen zur verkehrlichen und straßen- und stadtgestalterischen Entwicklung vor.

 

Prozessbegleitung durch Büro Planersocietät /

Erarbeitung des Konzeptes und Beteiligung von Bürgern und Institutionen

 
Seit Anfang 2013 lag die inhaltliche Bearbeitung und die Prozessbegleitung des Projektes beim Fachbüro für Stadtplanung, Verkehrsplanung und Kommunikation, der „Planersocietät" aus Dortmund.

Koordination, Abstimmung und Kommunikation bildeten einen wesentlichen Baustein in der Erarbeitung und Akzeptanz des Mobilitätskonzeptes. Dabei wurden in den verschiedenen Arbeitsphasen bestimmte Arbeits- und Beteiligungsprozesse durchgeführt:

Quelle: Eigene Darstellung Planersocietät
Quelle: Eigene Darstellung Planersocietät

Die Erarbeitung gliederte sich in 3 Arbeitsphasen:
Im Rahmen der Bestands- und Zustandsanalyse wurde die verkehrliche Situation in der Altstadt von Lippstadt eingehend untersucht und durch Zählungen des Kfz-Verkehrs, des Rad- und Fußgängerverkehrs und durch Parkraumerhebungen auf eine fundierte Datenbasis gestellt.

Aufbauend auf die Analysedaten wurde ein Strategiekonzept entwickelt, welches die Leitlinien und Zielsetzungen für den Verkehr in der Innenstadt zum Ziel hatte.

In der 3. Phase wurde daraus ein Handlungs- und Umsetzungskonzept mit konkreten Maßnahmenempfehlungen abgeleitet.

Verwaltungsintern wurde der Prozess vor allem durch den Fachdienst Stadtplanung und Umweltschutz, den Fachdienst Straßenbau und den Fachdienst Sicherheit und Ordnung begleitet.

Durch den Arbeitskreis „Offene Projektrunde", welcher sich aus Vertretern der politischen Fraktionen, der Stadtverwaltung sowie weiterer betroffener Institutionen und Verbände (Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH, ADFC, Wirtschaftsförderung Lippstadt GmbH, Kultur und Werbung Lippstadt GmbH, Werbegemeinschaft, Heimatbund Lippstadt, Kreispolizeibehörde, Immobilien- und Standortgemeinschaft Westliche Altstadt e.V., Einzelhandel) zusammensetzte, wurde ein breiter Erfahrungs- und Meinungsaustausch gewährleistet. Die „Offene Projektrunde" wurde durch zahlreiche Expertengespräche ergänzt.

Die Öffentlichkeit wurde intensiv in mehreren Schritten beteiligt. Eine Meinungsabfrage erfolgte über das Internetportal www.mobil-in-lippstadt.de. Die intensiven Werbemaßnahmen über Flyer, Internetauftritte und Pressemitteilungen zeigten große Wirkung und führten zu mehr als 400 Beiträgen der Bürger zur verkehrlichen Situation in Lippstadt. Zusätzlich wurde durch das Planungsbüro eine Passanten- und Anwohnerbefragung durchgeführt. Der daraus entwickelte Entwurf des Mobilitätskonzeptes wurde in einer Ausstellung in der Jakobikirche (und anschließend im Stadthaus) und in einer öffentlichen Präsentation im Juni 2014 vorgestellt und intensiv diskutiert. Parallel dazu erfolgte eine Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse in den einzelnen Fraktionen, dem Standortforum der Stadt Lippstadt und der Werbegemeinschaft.

Das Konzept wurde Ende 2014 der Behindertenvertretung und dem Seniorenbeirat erläutert, um weitere Hinweise für die Detailausgestaltung zu erhalten. Im Mai 2015 wurde das Konzept noch einmal der Öffentlichkeit im Rahmen des Tages der Städtebauförderung vorgestellt.

 

Zeitschiene zur Beschlussfassung und Umsetzung des Konzeptes

Nach intensiven Beratungs- und Beteiligungsprozessen stimmte der Stadtentwicklungsausschuss 24. September 2014 den städtebaulichen Zielvorstellungen des Mobilitätskonzeptes zu.
In der Sitzung des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses vom 5. November 2014 wurde nach intensiven Beratungen und Ergänzungen das Konzept in verschiedenen Umsetzungsschritten beschlossen.
Am 17. November 2014 wurde der Beschluss durch den Rat der Stadt Lippstadt bestätigt.

Noch offene Detailbeschlüsse zur Umgestaltung der Woldemei, der Langen Straße Nord und der Führung des Radverkehrs entgegen der Einbahnstraße wurden in den Sitzungen des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses vom 22. April 2015 und 12. August 2015 gefasst.

Aufgrund der Sperrung der Brücken der B55 für den Lkw-Verkehr im August 2015 und der unklaren Auswirkungen auf die Innenstadt, wurde die Umsetzung der Maßnahmen kurzzeitig ausgesetzt.

Mit dem Faltblatt „Integriertes Mobilitätskonzept Altstadt Lippstadt - Maßnahmenumsetzung" liegt nun die zeitliche Abfolge der Maßnahmen im Detail für die Öffentlichkeit vor.

Mit dem Umbau der Woldemei zu einer einspurigen Einbahnstraße und dem Abbau der Lichtsignalanlagen wurde Ende April die vorläufig letzte Maßnahme des Mobilitätskonzeptes umgesetzt. Weitere längerfristige Maßnahmen, wie der Seitenwechsel Busbahnhof und P+R-Parkplatz und den Durchstich der Südtangente über das Unionsgelände sind in Vorbereitung.

Downloads zu dieser Seite:
Mobilitätskonzept_Bericht      [pdf, 5.699,08 Kilobyte]
Mobilitätskonzept_Kartenband      [pdf, 6.178,6 Kilobyte]
Flyer Maßnahmenumsetzung Mobilitätskonzept      [pdf, 3.163,95 Kilobyte]
Dokumentation des Online-Portals      [pdf, 1.187,36 Kilobyte]
Dokumentation der Befragungen      [pdf, 905,83 Kilobyte]