Seit drei Jahren "Lesefutter" in der Innenstadt

Offenes Bücherregal an der Jakobikirche erfreut sich großer Beliebtheit

Lippstadt. Seit drei Jahren steht das offene Bücherregal mittlerweile an zentraler Stelle vor der Jakobikirche in der Lippstädter Fußgängerzone. Und genauso lange wird das Regal schon von einem Team aus drei Ehrenamtlichen betreut. Mittlerweile ist das Regal für viele der lesefreudigen Lippstädter zu einer festen Institution geworden.

 

"Der tägliche Umlauf an Büchern überrascht uns von der Menge her immer wieder", sagt Ute Heginger aus dem Team der Ehrenamtlichen. Im Wechsel mit Barbara Heidenreich und Bernd Strätgen schaut sie fast jeden Tag am Regal vorbei und ordnet die Bücher, die beim Stöbern oftmals kräftig durcheinander geraten. Auch kleine Kuriositäten werden dabei manchmal entdeckt. So ein Frontlesebuch eines Lippstädter Soldaten oder eine Postkarte aus den 20er Jahren, die als Lesezeichen eingelegt war.

 

Manchmal würden sich die Bücherfreunde allerdings wünschen, dass von den Nutzern etwas besser vorsortiert würde: "Wir freuen uns auch über interessante antiquarische Bücher, aber veraltete Fach- und Schulbücher aus den 70er Jahren, zerfledderte Autokarten, Videokassetten und ähnliches gehören ebenso wenig in das Regal wie Werbezettel politischer und religiöser Gruppen", gibt Frank Osinski zu bedenken, der die drei Bücherfreunde seitens der Stadt Lippstadt begleitet. So müssen immer wieder ganze Kartons von den Ehrenamtlichen entsorgt werden, um Platz zu schaffen.

 

Besonders freut sich die Betreuergruppe aber, dass das Regal bei gutem Wetter zu einem richtigen Treffpunkt vor der Kirche geworden ist, wo die Lippstädter gerne für einen Moment mit Muße verweilen, um zu stöbern oder sich sogar gegenseitig mit Buchtipps zu versorgen.

 

 

Hintergrund:

Angeregt durch das Lokale Bündnis für Familie wurde das Bücherregal mit Beteiligten aus dem Fachdienst Kultur und Weiterbildung und dem Jugend- und Familienbüro der Stadt Lippstadt, der Thomas-Valentin-Bücherei, der Kirchengemeinde, der INI und dem Unternehmen-Wasserturm e.V. im Herbst 2014 eingerichtet. Darüber hinaus wurden in der Zwischenzeit auch Regale an der VHS, in einigen Ortsteilen, Kindertageseinrichtungen und im Stadthaus aufgestellt.

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