Entscheidung im Architektenwettbewerb gefallen

ELING architekten überzeugt mit Entwurf für Dreifachsporthalle

Lippstadt. Ein Lippstädter Architekt hat beim Wettbewerb für den Entwurf der neuen Dreifachsporthalle am Evangelischen Gymnasium das Rennen gemacht. Nach siebenstündiger Sichtung und Beratung des Preisgerichts und der sachverständigen Berater stand am Ende einstimmig fest: Der Entwurf vom Büro ELING architekten soll es werden.

Überzeugt hatte der Architekt damit, dass sein Entwurf neben der sehr nachvollziehbaren funktionalen Ausgestaltung des Gebäudes besonderen Wert auf die städtebauliche Einbindung der neuen Sporthalle legt. Durch die Nutzung der neu zu gestaltenden Wallanlage und die vorgesehene Freitreppe wird eine Verbindung zwischen Jahnplatz, Sporthalle und Schule erreicht. "Die Idee greift das Vorhaben auf, den Jahnplatz mit dem "Konzept Jahnplatz 2020" als innerstädtische Sport- und Freizeitfläche auszubauen und integriert die Sporthalle, die neben der schulischen Nutzung auch eine starke Frequentierung durch Sportvereine erfährt, mit in den Bereich hinein", erläutert Heinrich Horstmann, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen bei der Stadt Lippstadt. Im Bewerberfeld stach Eling mit dieser Idee heraus.

Auch in der inneren Aufteilung sahen Preisgericht und Berater den Entwurf als gelungen an, weil die formulierten Nutzungsansprüche optimal umgesetzt sind. Die räumliche Zuordnung der Funktionen in den Grundrissen fand auch besondere Zustimmung von den Vertretern der Schule und des Sports.

Von den insgesamt 20 Architekturbüros, die nach einer europaweiten Ausschreibung per Losverfahren ermittelt und zur Abgabe eines Entwurfs aufgerufen worden waren, hatten am Ende 14 einen Beitrag eingereicht. Mit den Zielvorstellungen und Vorgaben, die von Politik, Verwaltung, Schule und Vertretern des Sports im Vorfeld entwickelt worden waren, hatten die Wettbewerbsteilnehmer bis zum Abgabetermin Mitte November Zeit, ihren Entwurf zu erarbeiten.

Für die Mitglieder des Preisgerichts, das unter anderem aus Architekten sowie Vertretern aus Politik, Verwaltung und Vertretern der evangelischen Landeskirche bestand, hatte das Büro ELING architekten die Anforderungen am besten umgesetzt. Neben dem Siegerentwurf vergab das Preisgericht auch zwei weitere Preise an die Nächstplatzierten und Anerkennungen an zwei weitere Büros. Bis zuletzt verlief die Entscheidungsfindung anonym. "Für uns alle wurde es am Ende daher noch mal spannend, als wir erfuhren, welche Büros hinter den von uns gewählten Entwürfen stehen", so Jochen König, Vorsitzender des Preisgerichts.

Ab dem 12. Dezember werden alle Modelle in der Alten Kapelle in der Thomas-Valentin-Stadtbücherei ausgestellt sein. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung um 11.30 Uhr werden ein Mitglied des Preisgerichts und die Prämierten den Siegerentwurf präsentieren und das Konzept und die Idee dahinter erläutern.

Die weiteren Platzierungen:

  1. Platz: heimspiel architekten / Münster
  2. Platz: Torsten Kiefer Dipl.-Ing. , Architekten / Radolfzell

Anerkennungen (gleichwertig):

  1. FABRICK°B Architekten / Berlin
  2. Renner Architekten GmbH / Berlin
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