"Wort am Sonntag" im Juli

Programmänderung: Alfred Kornemann liest Philip Roth

Lippstadt. Alfred Kornemann liest aus Anlass des Todes dieses bedeutenden Autors am Sonntag, 1.Juli um 11Uhr im Stadtmuseum aus seinem frühen Roman "Mein Leben als Sohn" und aus seinem Roman "Exit".

 

Kaum ein Autor ist für die amerikanische Literatur der letzten 50 Jahre so bedeutend geworden wie der 1933 in Newark geborene Philip Roth. Keiner hat so viele Auszeichnungen für sein Werk erhalten wie er. Das dabei der Literaturnobelpreis fehlt ist bei der immer wieder verwunderlichen Preisvergabe nicht rufschädigend.

 

Leben, Liebe und Tod sind seine entscheidenden Themen, die er vor der Erfahrung vergehender Zeit mit historischen Ereignissen verbindet. So durchleuchtet er die amerikanische Gesellschaft, ermittelt ihre entscheidenden existenziellen Fragen, schreibt Jahr für Jahr einen Roman. Er selbst steht als Schriftsteller mitten in den aktuellen Fragen, ist ein scharfer Beobachter auch des politischen Lebens, schreibt unter anderem die erbitterte Attacke auf Richard Nixon. Dabei gelingt ihm ein Bild der fast unerschütterlichen Lebenskraft Amerikas, eine daraus erwachsende Überheblichkeit aber auch Scheinheiligkeit der Gesellschaft. Im Roman "Exit" wird Philip Roth seine nachlassende Kreativität bewusst .Er erkennt, das der Mensch nur aus Erinnerungen lebt weil ihm sonst nichts bleibt als die Phantasie der Unendlichkeit.

 

"Wort am Sonntag" macht Sommerpause bis zum 7.10.18.

 

Termin: Sonntag, 1 Juli 2018, 11 Uhr

 

Ort: Stadtmuseum

 

Eintritt frei

 

Veranstalter: Kunst- und Vortragsring Lippstadt