Flüchtlinge, Asyl, Asylbewerber, Fragen, Antworten

Zahlen-Daten-Fakten zu Flüchtlingen in Lippstadt

Warum nehmen Kommunen Geflüchtete Personen auf?

Die Gemeinden sind gesetzlich verpflichtet (unter anderem gemäß § 1 FlüAG), die ihnen zugewiesenen ausländischen Geflüchteten aufzunehmen und unterzubringen.

Wie kommen die Geflüchteten nach Lippstadt?

Wie viele Geflüchtete sind aktuell in Lippstadt untergebracht?

In Lippstadt sind derzeit 661 Flüchtlinge in 22 Übergangswohnheimen im gesamten Stadtgebiet untergebracht.

Wo kommen die Geflüchteten her und warum fliehen sie?

In Lippstadt kommen geflüchtete Personen aus der ganzen Welt an. Die Fluchtursachen sind dabei unterschiedlich und hängen mit den spezifischen Gegebenheiten in den Heimatländern zusammen:

Syrien: Bürgerkriege und bürgerkriegsähnliche Unruhen; unter anderem Verfolgungstatbestände wegen Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen politischer Überzeugungen.

Ex-Jugoslawien (Kosovo, Mazedonien, Serbien, Bosnien-Herzegowina): unter anderem Diskriminierung und Ausgrenzung von Minderheiten, insbesondere von Roma-Angehörigen: gewalttätige Übergriffe, ungenügende Zugänge zur Gesundheitsversorgung und zum Bildungssystem, mangelhafte Existenzsicherung.

Afghanistan: unter anderem Verfolgungstatbestände wegen Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen politischer Überzeugungen; Bürgerkriege und bürgerkriegsähnliche Unruhen; diverse Menschenrechtsverletzungen.

Eritrea: Eritrea, das 1993 nach einem entbehrungsreichen jahrzehntelangen Befreiungskrieg von Äthiopien unabhängig wurde, ist heute unter Herrschaft der ehemaligen Befreiungsarmee von Präsident Isaias Afewerki eine der repressivsten Diktaturen der Welt. Bürgerrechte, Meinungsfreiheit oder gar Wahlen gibt es nicht. Schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen: dazu zählen willkürliche Festnahmen, Folter, schreckliche Haftbedingungen, Zwangsarbeit und schwerwiegende Einschränkungen der Bewegungs-, Meinungs- und Glaubensfreiheit.

Iran: unter anderem Verfolgungstatbestände wegen Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen politischer Überzeugungen sowie diverse Menschenrechtsverletzungen.

Somalia: Millionen von Menschen flüchten vor dem Bürgerkrieg, wegen Dürre und der instabilen politischen Lage.

Irak: Nach dem Sturz Saddam Husseins und dem Abzug der amerikanischen Truppen 2011 blieb ein äußerst instabiler irakischer Staat zurück, in dem sich schiitische und sunnitische Muslime teils unversöhnlich gegenüberstehen. Beinahe täglich wird das Land von Bombenanschlägen mit vielen Toten erschüttert. Im Norden des Landes hat der "Islamische Staat" die Kontrolle über große Gebiete übernommen und kämpft dort gegen die kurdischen Peschmerga-Kämpfer und verfolgt die religiöse Minderheit der Jesiden.