Verpflichtungserklärung, Einladung, Einladungen,

Verpflichtungserklärung für ausländische Besucher

Für die Beantragung eines Besuchsvisa (Schengenvisum) und  für den Nachweis der  Sicherstellung des Lebensunterhaltes bei längeren Aufenthalten  ( z.B. Studium ) ist die Vorlage einer Verpflichtungserklärung nach den §§ 66 bis 68 des Gesetzes über den Aufenthalt, die Erwerbstätigkeit und die Integration von Ausländern im Bundesgebiet (Aufenthaltsgesetz – AufenthG) bei der jeweiligen Auslandsvertretung oder der Ausländerbehörde erforderlich.

 

Damit verpflichten Sie sich für die Dauer des Aufenthaltes für alle eventuell der öffentlichen Hand entstehenden, nicht auf einer Beitragsleistung beruhenden Kosten, aufzukommen. Dies gilt insbesondere auf für mögliche Kosten einer zwangsweisen Rückführung ( Abschiebung ) des Besuchers.  Sie gehen hiermit eine  Verpflichtung ein, die möglicherweise mit hohen späteren Kosten verbunden ist.

 

Die zuständige Ausländerbehörde prüft vor Abgabe einer Verpflichtungserklärung, ob der Erklärende (Gastgeber) in der Lage ist, einer solchen Verpflichtung nachzukommen. Dies erfolgt im Rahmen einer sogenannten Bonitätsprüfung.

Welches monatliche Einkommen ( netto ) muss bei der Abgabe einer Verpflichtungserklärung jeweils vorliegen?

                                    Anzahl der Personen, die eingeladen werden:

Unterhaltsberechtigte:

1

2

3

4

5

                    

                             Zu sperrende Sicherheitsleistungen   ( Sparbuch ) oder monatlich nachzuweisende Einkommen in Euro:

 

0

1.290,00

1.600,00

1.910,00

2.400,00

2.900,00

1

1.710,00

2.060,00

2.410,00

2.800,00

3.300,00

2

1.950,00

2.340,00

2.730,00

3.200,00

3.700,00

3

2.220,00

2.670,00

3.120,00

3.600,00

4.000,00

4

2.550,00

3.130,00

3.845,00

4.120,00

4.400,00

5

3.130,00

3.590,00

4.175,00

4.440,00

4.725,00

 

Über die vorgenannten Beträge hinaus erhöht sich das erforderliche monatliche Nettoerwerbseinkommen um weitere 250, 00 Euro pro Besucher.

 

Zum monatlichen Einkommen zählen unter anderem Lohn/Gehalt, Kindergeld, Renten/Pensionen, Arbeitslosengeld I, Erziehungsgeld und weitere monatliche Einkünfte, welche auf einer Beitragsleistung beruhen. Sollten diese Einkommensgrenzen nicht erreicht werden, so besteht die Möglichkeit, in gleicher Höhe ein Sparbuch bei einer  Bank oder Sparkasse mit einem Sperrvermerk zu Gunsten der Stadt Lippstadt zu hinterlegen.

 

In einem solchen Fall wird vorab um Rücksprache gebeten, da eine Bescheinigung von hier zur Vorlage bei der Bank oder Sparkasse erforderlich werden wird.

 

Folgende Unterlagen sind für die Ausstellung einer Verpflichtungserklärung mitzubringen und hier vorzulegen:

 

 

1.                  Gültiger amtlicher Ausweis (Personalausweis oder Reisepass) des Gastgebers;

2.                  Einkommensnachweise in Form von mindestens 3 der letzten Gehaltsabrechnungen, Lohnabrechnungen, Rentenbescheide, Kindergeldnachweise, Bescheide der Agentur für Arbeit;

3.                  Bei selbständiger Arbeit und freiberuflich tätigen Personen, ist der letzte Einkommenssteuerbescheid und eine Bescheinigung des Steuerberaters über den Gewinn der letzten 6 Monate erforderlich.

4.                  Reisekrankenversicherung des oder der Besucher (kann auch vom Gast im Heimatland abgeschlossen werden).

5.                  Name,  Vorname, Geburtsdatum und Geburtsort sowie  Anschrift des Besuchers oder der Besucher, Passnummer des Besuchers (Es kann auch falls Vorhanden eine Passkopie vorgelegt werden).

6.                  Für die Ausstellung der Verpflichtungserklärung wird eine Verwaltungsgebühr in Höhe von 25,00 Euro fällig.

 

 

7.                  Bankbürgschaft oder Sparbuch mit Sperrvermerk zu Gunsten:

 

 

Stadt Lippstadt

Der Bürgermeister

FD 33 / Ausländerbehörde

Geiststraße 47

59555 Lippstadt.

 

Verwendungszweck: Verpflichtungserklärung.

 

 

Die Höhe der jeweilig zu sperrenden Beträge können Sie der oben aufgeführten Liste entnehmen.

 

Hinweis:

Die Abgabe einer Verpflichtungserklärung ist eine von weiteren Voraussetzungen für die Erteilung eines Visa durch die jeweilige Auslandsvertretung. Letztendlich entscheidet die jeweilige Auslandsvertretung vor Ort, ob und ggfls. wie lange ein solches Visa erteilt wird.

 

Die Abgabe einer Verpflichtungserklärung löst folglich keinen Anspruch auf Erteilung eines Visums aus.