Aussiedler
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Aussiedler

Einreise und Aufnahme

Spätaussiedler, die nach Deutschland einreisen wollen, müssen entsprechend dem Bundesvertriebenengesetz (BVFG) vor dem Verlassen ihres Heimatlandes ein formelles Aufnahmeverfahren beim Bundesverwaltungsamt in Köln beantragen.

Nach Erteilung des Aufnahmebescheides können der Spätaussiedler und seine Familienangehörigen in die Bundesrepublik Deutschland einreisen. Hier werden sie kurzfristig in der Außenstelle des Bundesverwaltungsamt in Friedland untergebracht. Dort durchlaufen sie das Registrier- und Bescheinigungsverfahren (Erteilung einer Spätaussiedlerbescheinigung).

Anschließend folgt die Verteilung auf ein Bundesland nach einem vorgegebenen Verteilschlüssel. Familiäre Bindungen im Bundesgebiet, Arbeits-, Erwerbs- und Ausbildungsmöglichkeiten werden hierbei berücksichtigt.

Der Aufenthalt in der Außenstelle des Bundesverwaltungsamtes endet mit der Erteilung des Registrierscheins, der den Spätaussiedler und seine Angehörigen einem Bundesland (z. B. Nordrhein-Westfalen) zur weiteren Betreuung zuweist.

In Nordrhein-Westfalen liegt die Zuständigkeit hierfür bei dem Kompetenzzentrum für Integration, welches die Weiterleitung in die Kommunen des Landes vornimmt.

Sofern Personen ohne Aufnahmebescheid in Friedland vorsprechen, können diese ausnahmsweise aufgenommen werden, wenn sie aufgrund besonderer Umstände das Aufnahmeverfahren nicht im Herkunftsland durchführen konnten.

Die nach Lippstadt kommenden Spätaussiedler können folgende Leistungen erhalten:

  • Bereitstellung einer  - kostenpflichtigen - Wohnungsunterkunft
  • allgemeine Beratung und Vorbereitung auf die alltäglichen Lebenssituationen (Anmeldung, Beantragung von Personaldokumenten, Durchführung von Integrationsmaßnahmen und Sprachkursen, Schullaufbahn, Leistungen zur Sicherung des notwendigen Lebensunterhaltes, sonstiges Eingliederungsleistungen u. Ä.).


Die Beratungen und Unterstützungen erfolgen in enger Abstimmung mit den in Lippstadt eingerichteten Integrationsfachdiensten.

Aussiedler in Lippstadt

Die Stadt Lippstadt hat seit dem Jahr 1987 insgesamt den Zuzug von rund 6.000 Aussiedlern, und zwar vorwiegend Familien mit Kindern, aus dem osteuropäischen Raum zu verzeichnen. Zogen in den Jahren 1987 bis 1990 noch überwiegend Aussiedler aus Polen nach Deutschland, kommen seit dem Jahr 1991 fast ausschließlich Personen aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion.

 

Die nachfolgend dargestellte Alterstruktur gibt einen Überblick über die in Lippstadt in der Zeit von 1987 bis einschließlich 2009 aufgenommenen Aussiedler:

 

Zahl der zugezogenen Kinder                                ca. 1.950                   = 32,5 %

im Alter von bis zu 18 Jahren

 

Zahl der zugezogenen Erwachsenen                    ca. 3.450                   = 57,5 %

im Alter von 19 bis 60 Jahren

 

Zahl der zugezogenen Erwachsenen                    ca.    600                   = 10,0 %

im Alter von 61 Jahren und älter

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