Betreuungsstelle, rechtliche Betreuung, Betreuung, gesetzliche Betreuung

Rechtliche Betreuung

Wenn Sie aufgrund einer psychischen Erkrankung oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung Ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht mehr eigenverantwortlich besorgen können und Sie keine Vollmacht erteilt haben, kann die Einrichtung einer rechtlichen Betreuung für Sie notwendig werden. Die Einrichtung einer rechtlichen Betreuung und die Bestellung eines rechtlichen Betreuers erfolgen durch das zuständige Amtsgericht/Betreuungsgericht (Amtsgericht Lippstadt - siehe unten).

Die Person des Betreuers soll in der Regel aus dem familiären oder sozialen Umfeld des Betroffenen ausgewählt werden. Nur dann, wenn aus bestimmten Gründen keine Angehörigen, Freunde, Bekannten oder Nachbarn als Betreuer tätig werden können, bestellt das Amtsgericht eine andere Person (ehrenamtlich oder hauptamtlich) als rechtlichen Betreuer.

Der Auftrag der Betreuungsstelle ist gesetzlich im Betreuungsgesetz (BtG) und im Betreuungsbehördengesetz (BtBG) geregelt. Hier sind im Wesentlichen folgende Aufgabenbereiche zu nennen:

  • Organisation und Koordination des Betreuungswesens auf örtlicher Ebene
  • Förderung von Einzelpersonen sowie gemeinnützigen und freien Organisationen
  • Gewinnung, Beratung und Unterstützung der Betreuer/innen
  • Förderung der Aufklärung und Beratung über Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen
  • Beglaubigung von Unterschriften und Handzeichen auf Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen gegen Gebühr
  • Unterstützung des Betreuungsgerichtes/Betreuungsgerichtshilfe
  • Erstellung von Sozialberichten und gutachterlichen Stellungnahmen
  • Beteiligte im Betreuungs-/Beschwerdeverfahren
Handbuch - Deckblatt

Sind Sie ehrenamtliche/r rechtliche/r Betreuer/in und suchen Informationen, Adresse und Arbeitshilfen für Ihr Ehrenamt?

Mit dem erschienenen Handbuch für ehrenamtliche rechtliche Betreuer stellen die Stadt Lippstadt und die Betreuungsvereine Diakonie Ruhr Hellweg und Sozialdienst Kath. Männer erstmals eine umfassende Arbeits- und Orientierungshilfe zur Verfügung, die Familienangehörigen oder anderen ehrenamtlichen Betreuern ihre Tätigkeit erleichtert. Das Handbuch ist in Kooperation mit dem Kreis Soest und den im gesamten Kreisgebiet tätigen Betreuungsvereinen entstanden.


 
Die Anregung einer rechtlichen Betreuung erfolgt beim Amtsgericht des Wohnortes des Betroffenen ...
 
Sind Sie ein Mensch, der engagiert ist und gerne die Interessen Anderer wahrnimmt? Hier finden Sie weitere Informationen zum Ehrenamt als rechtlicher Betreuer ...